Ameisenstaat: 40% Arbeitslose

Insektenforscher Daniel Charbonneau, Takao Sasaki und Anna Dornhaus ver­öffentlichten an der örtlichen Uni in Tucson, Arizona die Ergebnisse ihrer Studien. Obwohl landläufig Ameisen als Inbegriff des unermüdlichen Fleisses bis hin zur Selbstaufgabe gelten, sind demnach durchschnittlich 40% der Arbeiter inaktiv. Das heisst, sie erhalten ein bedingungsloses Grundeinkommen, müssen aber nichts dafür tun. Erst wenn aktive Arbeiter aus dem Produktionsprozess fallen, rücken die bis dahin inaktiven nach. Das klingt schlüssig und könnte eine Lösung für unsere durch Digitalisierung und Automation in eine Krise geratene Wirtschaft bieten. Wir müssten dazu nur das frühindustrielle Konzept der Erwerbsarbeit fallen lassen. Aber womöglich ist dieser evolutionäre Schritt zu gross für unsere Spezies und wir sterben stattdessen aus. phsyorg via boingboing, pic Daniel Charbonneau

Arizona: Teilnahme an Protesten kann zu Verlust von Eigentum führen

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Der US-Bundesstaat Arizona bemüht sich derzeit, verfassungsfreie Zone zu werden. In den USA gibt es (zumindest in manchen Bundesstaaten) das eigenartig mittel­alterliche Rechtsmittel der „civil asset forfeiture“: Wenn die Polizei annimmt, dass bestimmte Teile deines Eigentums mit Verbrechen in Zusammenhang stehen, kann sie dein Auto, dein Geld, dein Haus beschlagnahmen und davon neue Schützen­panzer und Granatwerfer kaufen. In jedem Fall hat man Mühe, irgendetwas zurück zu bekommen. Nun hat der Senat von Arizona beschlossen, eine Gesetzesvorlage ins dortige Landesparlament zu geben, nach der Teilnehmer an einem Protest in ähnlicher Weise bestraft werden können, wenn der Protest mit Gewalt gegen Dinge oder Zerstörung einher geht. Lasst mich ein Beispiel finden: „Arizona: Teilnahme an Protesten kann zu Verlust von Eigentum führen“ weiterlesen