Ist 4Chan wirklich der Schlüssel zu Trumps Erfolg?

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Der US-Comicautor und 4Chan-Insider der ersten Stunde, Dale Beran, beschreibt in seinem sehr ausführlichen und sehr lesenswerten Artikel auf Medium den Aufstieg von 4Chan aus der Something Awful Community und die Abfolge von gemeinsamen Zielen, die alle mit der Identität der überwiegend jungen, erfolglosen Internettrolle zusammen hängen. Wir sollten aber ganz grundsätzlich nicht den Fehler begehen, die ziemlich kontrovers agierenden Jungs als Loser, Trolle und Möchtergerns abzupauschalisieren. Das sind mehrheitlich schlaue, kreative Leute, die einfach nicht genug Anpassungsfähigkeit an die windkanalgerechte Stromlinie des US-Kapitalismus besitzen. Dass sie manchmal (so wie derzeit) kompletten Supermist bauen, steht auf einem anderen Blatt. „Ist 4Chan wirklich der Schlüssel zu Trumps Erfolg?“ weiterlesen

Wie Anonymous Donald Trump, den Secret Service und das FBI zum Narren hielt

Am 18. März veröffentlichte Anonymous private Daten des US-Präsi­dent­schafts­kandidaten Donald Trump, nachdem sie dem Populisten den „totalen Krieg“ erklärt hatten. Der Secret Service und das FBI kündigten Untersuchungen an, Hacker­publikationen äusserten Zweifel. Zwei Tage später erklärte die Gruppe, die Aktion #OpWhiteRose wäre ein voller Erfolg gewesen, da sie gezeigt hätte, wie faschistisch die statlichen Organe der USA reagieren würden. Tatsächlich bestand die Ver­öffent­lichung privater Trump-Daten ausschliesslich aus bekannten Informationen, wie man sie aus der presse oder der Wikipedia erhalten konnte – was Geheimdienst und Polizei aber nicht erkannten, sondern statt dessen Menschen verhaften wollten. Der Sprecher erklärte: “Thank you Trump and Trump campaign. Thank you police, FBI, and the Secret Service for being a part of our little experiment on how we should expect the so-called New America will be”. Der Punkt ging diesmal an Anonymous.

FAZ, BBC, Politico, Metro

Anonymous erklärt dem IS den Krieg

Warum ist das wichtig? Eigentlich wird der Konflikt schon seit dem Charlie-Hebdo-Anschlag Anfang des Jahres ausgetragen. Die lose organisierten Hacker haben seither bereits 150 Websites des IS aus dem Netz genommen, dazu etwa 100.000 Twitter-Accounts und 6000 Propaganda-Videos identifiziert, als kriminell gemeldet und als solche öffentlich gemacht. „Anonymous erklärt dem IS den Krieg“ weiterlesen

Nicht vergessen: Schwarzer März

Der schwarze März ist da. Die netten Leute von Anonymous haben vorgeschlagen, den letzten Monat des laufenden Geschäftsjahres mit einer Delle zu versehen (siehe auch 11k2). Zumindest für die Konzerne, die uns ACTA, PIPA, SOPA, „Raubkopierer sind Verbrecher“ und andere Unverschämtheiten reinpressen. Also in erster Linie Rechteverwerter, die vier grossen Musikkonzerne, die Filmstudios, die Megaverlage und Softwaregiganten. Oder Lebensmittelmonopolisten wie Monsanto, Nestle, Kraft, Unilever. Oder Energiegiganten, die an Umweltverschmutzung und Radioaktivität verdienen. Ich kann mir gut vorstellen, mal einen Monat lang noch bewusster keine Konzernware zu kaufen, sondern nur noch lokal Produziertes, Indie und DIY. #OccupySupermarktkasse. Und ich wünsche euch viel Spass beim Versuch, sowas auch zu machen.

USA: Anti-Banken-Demonstrationen jetzt in 60 Städten

Der Jasmin-Frühling ist zu einem heissen Herbst geworden und wird in den USA „OccupyWallstreet“ genannt. Oder Occupy…irgendwas“. Am 13 Juli wurde zu ersten mal öffentlich von der Idee gesprochen, dann sprang Anonymous dazu, jetzt gibt es in 60 Städten der USA Demonstrationen gegen den Turbokapitalismus der Finanzkonzerne, in New York kampieren die Protestierer auf der Wall Street. Ich bin gespannt, wann es in Frankfurt („Bankfurt“) und anderswo losgeht. motherjones

Anonymous hackt die Gema

Wegen Youtube. Die Webseiten der Gema waren übers Wochenende nicht erreichbar, Anonymous hat ein Bekenner-Video auf Youtube hochgestellt und weitere Schritte angekündigt, wenn die Gema nicht aufhört, Musikvideos auf Youtube zu blockieren. Anonymous will diese Behinderung des freien Informationsflusses nicht mehr hinnehmen. Wenn ich die Gema wäre, würde ich anfangen, nachzudenken – so ein Emailserver mit brisanten Absprachen und formaljuristisch problematischen Verhandlungen drin ist schlisslich schnell gehackt und veröffentlicht. taz

Anonymous droht Sony wegen Geohot und Graf Chokolo

Da haben wir eine neue Dimension des zivilen Widerstands gegen all zu selbstherrliche Konzernpolitik: Da der japanische Elektrokonzern Sony auf juristischem Weg massiv gegen die Computerspezialisten George „Geohot“ Hotz und Alexander “Graf Chokolo” Egorenkov vorgeht, hat die weltweite Hacker-Community Anonymous Vergeltung angekündigt. „Anonymous droht Sony wegen Geohot und Graf Chokolo“ weiterlesen