Recht auf Vergessenwerden, für Porno-Erpresser und Copyright-Bots

Craig-Brittain_3212466b

Das „Recht auf Vergessenwerden“ ist einer der hilflosen Versuche, mit der unübersichtlichen Realität der aktuellen Informationszeit klarzukommen. Ein Recht auf „nicht in der Tageszeitung erwähnt werden“ gab es ja in der guten alten Industriezeit auch nicht. Prompt wird das Konstrukt der Hilflosigkeit missbraucht – und wir sollten den Missbrauchern irgendwie dankbar sein, dass sie uns die Sinnlosigkeit solcher Regulierungsversuche zeigen. Im einen Fall versucht Craig Brittain (pic oben), ein verurteilter Revenge-Porn-Erpresser mit Hilfe von Copyrightansprüchen nach dem US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) Google dazu zu bewegen, seine Machenschaften zu vergessen. „Recht auf Vergessenwerden, für Porno-Erpresser und Copyright-Bots“ weiterlesen

Wicked Lasers versteigert Laserschwert-Abmahnung

Ihr habt es gelesen: Die chinesische Firma Wicked Lasers (Hong Kong) erhielt eine anwaltliche Unterlassungsaufforderung von der Rechtsabteilung von Lucas Arts, weil zuvor einige Tech-Blogs behauptet hatten, die betreffenden Laserprodukte sähen aus wie Laserschwerter aus Star Wars. Jetzt schlagen die Laserhersteller zurück, im Stil der Rebellenallianz: Statt klein beizugeben versteigern sie das Anwaltsschreiben (cease & desist letter) auf Ebay. Die Auktion läuft übermorgen aus, gegenwärtig sind 810 US-Dollar geboten. (via techdirt)

Provinzidylle im Abmahnterror

Meine lustige Heimatstadt müsste meinetwegen keine Provinz sein (rund ne halbe Mio. Einwohner in City plus Sprawl ist zu gross dafür), benimmt sich aber gerne so. Zum Beispiel ist es in der zentralen Discomeile verboten, zwischen ein und fünf Uhr nachts „Döner zum Mitnehmen“ zu verkaufen. Nur zum gleich essen. Neuester Schildbürgerstreich: Ein Blogger registriert „augsburgr.de“, fragt höflich nach, ob das ok ist und bekommt ne Abmahnung. „Provinzidylle im Abmahnterror“ weiterlesen

Wiesbaden: 1000 Euro Copyright-Betrug

090807bestof70sEine Familie aus Wiesbaden räumte ihren Dachboden aus und vertickte die dort aufgefundenen „Schätze“ auf Ebay, so auch eine CD „Best of Seventies“ (Das Bild zeigt ein Beispiel, nicht unbedingt die CD, um die es hier geht). Das erfuhr die Anwaltskanzlei Poser aus Hamburg und schickte eine Klageandrohung. Man vertrete anwaltlich „Wiesbaden: 1000 Euro Copyright-Betrug“ weiterlesen