11.200 m/s ist die Geschwindigkeit, die man braucht, um die Erde zu verlassen. Eine gute Metapher für "über den Tellerrand". Oder für "eine von den über 8 Millarden subjektiven Sichtweisen".
Wer von euch weiss noch was NFTs sind? War ja mal ne grosse Sache. Leute sind steinreich geworden damit. Einfach das Non-fungible token (NFT) von etwas in die blockchain hängen und dann für extremes Geld verkaufen. Tolle Sache, nicht? So hat zum Beispiel das Pop-Idol Justin Bieber (bild oben) einen Bored Ape aus Yuga Labs’ Bored Ape Yacht Club für 1,3 Mio USD gekauft. Vor vier Jahren. Jetzt ist das token noch ca 12.000 USD wert. Also rund ein Tausendstel. Im Gegensatz dazu kann man im frühen 2026 demnächst weder Grafikkarten noch RAM, SSDs oder Harddisks bekommen. Sind mehr oder weniger ausverkauft, weil die AI-Konzerne immer noch grössere Datenzentren bauen. Mit geliehenem Geld. Um dann Patente zu bekommen wie Zuckerbergs Meta-Konzern, der uns eine künstliche Intelligenz anbieten will, die nach unserem Tod weiter postet. Also ob wir noch leben. Wer will das? Eine massive Umfrage unter 6000 CEOs (und anderen Executives in USA, UK, Deutschland und Australien) legt uns nahe, dass zwar praktisch alle KI verwenden, aber niemand damit Profit macht. Die tollen Einsparungen finden nicht statt. Trotzdem setzen Konzernchefs auf den aktuellen Fashiontrend, weil ja niemand zugeben will, dass man nochmal auf einen gelangweilten Affen aus einem Yacht Club reingefallen ist. Die Grössenordnung der Geldverbrennung kennen wir jetzt.
In einem Satz: Weil der Begriff falsch ist. Was? Wie? Der Begriff ist falsch. Was wir heute „KI“ (oder „AI“) nennen, ist nichts anderes als eine weiterentwickelte Form der Suchmaschine (so wie „Google“) mit einem Programmteil, der Wahrscheinlichkeit berechnet. Also eigentlich nichts aufregendes. Du stellst dem LLM (Large Language Model) eine Frage und die Suchmaschine klaubt sich aus dem Internet eine Antwort zusammen. Nichts daran ist intelligent. Das merkt man schon daran, dass nach aktuellen Tests bis zu 45% der „KI“-Antworten Fehler enthalten. Was, so viele? Ja, weil Suchmaschinen eben nicht intelligent sind. Und nie sein werden. Deswegen ist es auch eine brandgefährliche Idee, eine „KI“ in Kampfroboter (oder eben Drohnen) einzubauen. Kann enorm schiefgehen, wird es früher oder später auch. Wofür ist diese … Nicht-KI dann gut? Na, eben als Suchmaschine. In der Lagerhaltung (Logistik). Sachen zählen. Oder in der Forschung, etwa um in kurzer Zeit Millionen von Ergebnissen zu vergleichen. Tolle Sache. Nur sollten wir aufhören, diese Programme „intelligent“ zu nennen. Sondern „weiterentwickelte Suchmaschinen“. Das wäre gut. Nachteil: Der Hype um die angebliche „KI“, die angeblich alles kann, würde zusammenbrechen, und die KI-Konzerne wie OpenAi und alle anderen würden Pleite gehen, was die Weltwirtschaft (vor allem die der USA) in ein tieferes Loch stürzen würde als bei Y2K und Subprime zusammen. Nicht auszudenken. Noch mehr Austerität, noch mehr Flucht der einfachen Leute in autoritäre (rechtsextreme) Heilsversprechen. Und nicht einmal Arnie Schwarzenegger kann uns da raushelfen. Können nur wir. Aber das wisst ihr ja schon. pic ex machina
Meine bevorzugte Suchmaschine DuckDuckGo hat seine Nutzer:innen befragt, ob sie die sogenannte Künstliche Intelligenz (AI) verwenden möchten oder nicht. Das Ergebnis ist eindeutig. Wozu auch. Diese Art von Computerprogrammen ist weniger intelligent als eine Stubenfliege und nur dafür gebaut, um alles, was sich im Internet befindet, zu kopieren (a.k.a. raubkopieren) und anschliessend zu raten, welche der kopierten Teile zusammenpassen könnten. Und das mit einem gigantischen technischen Aufwand und Ressourcenverbrauch. Warum macht „man“ das dann mit der KI? Weil die Vorstellung so unwiderstehlich ist, alle Informationsverarbeitung (Medien, Kultur, Wissenschaft) von einigen wenigen Maschinen machen zu lassen, die einigen wenigen Menschen gehören. Und alle anderen haben verloren. Unwiderstehlich ist diese Vorstellung natürlich nur für diese wenigen Menschen, nicht für uns andere.
Bevor das in Vergessenheit gerät: Die Kleinkriminellen hatten beim Überfall auf den Louvre am 19. Oktober leichtes Spiel, weil sie vorher die Überwachungsanlage ausgeschaltet hatten. Keine Kameras, nichts. Mon Dieu! Wie war das möglich? Das Passwort für die Security war… “Louvre”. pic Pedro Szekely cc by sa
Zumindest ist das der Gegenstand einer Anklage vor einem US-Bezirksgericht. Demnach habe Meta (Facebook, Instagram, Whatsapp) 81,7 Terabyte von (nach Herstellerangaben) „Erwachsenenvideos, die dafür berühmt sind, das Stil- und Qualitätsniveau von Hollywood zu erreichen“ ohne Bezahlung heruntergeladen. Dazu habe Meta die Downloadplattform Bittorrent benutzt, welche demjenigen die besten Downloadraten gibt, der die beliebtesten Uploads bereitstellt. Das sei, so der Erwachsenenvideohersteller, von der hauseigenen Bittorrent-Prüfsoftware gezeigt worden. Also könne festgestellt werden, dass Meta Filmprodukte, die sich ausschliesslich an Über-18-Jährige richten, auch für Jüngere frei verfügbar machte.
Das ist natürlich böse und kann in den USA zu ernsten juristischen Problemen führen. Obwohl Kids ja längst wissen, wie Mama und Papa untenrum aussehen, was zunächst gar nicht so schlimm ist. Würden die Erwachsenenfilme nicht ausschliesslich dumme Rollenklischees transportieren und statt zwischenmenschlicher Kontakte ausschliesslich reproduktionsbezogene Handlungen zeigen, so dass die Kids ein völlig falsches Bild von der Situation kriegen. Aber das ist ein eher allgemeines Problem. Das eigentliche Problem im oben geschilderten Fall ist, dass Meta laut Anklage jede Menge Pornos downloadete, um damit seine „künstliche Intelligenz“ (die ja nicht intelligent ist) zu schulen. Weil im Porn eben Körperkontakte und Gesichtsausdrücke zu sehen sind, die sonst im Internet nicht vorkommen. Ja. Richtig.
Wir wissen bereits, dass die Tech Bros zu den gewissenlosesten Multimilliardären gehören (einige wenige haben manchmal Skrupel) und sich an keinerlei Regeln halten. Aber was tun wir dagegen? Protestieren wir öffentlich (so wie ich grade)? Geht das in unsere Wahlentscheidungen mit ein (manche Parteien nehmen dazu Stellung)? Greifen wir zum Konsumboykott (Signal statt Whatsapp, Mastodon statt Facebook oder Twitter, Pixelfed statt Instagram)? Oder sind wir mit unserem Los als Digitalsklaven zufrieden? Hm? beispielpic: internet
Als Commodore C64 Ultra erscheint am Horizont eine Neuauflage des ersten richtigen Homecomputers, auf Wunsch (plus 50 Credits) auch durchsichtig und mit LED-Lichtorgel. Für aktuelle Egoshooter dürfte der kostengünstige AMD Artix 7 FPGA Industrieanlagenchip nicht passen, aber sämtliche Originalgames einschliesslich Cartridge und Datasette werden wieder zum Leben erweckt. Ja, USB ist auch dran. Die beige Basisversion geht für 300€. Schön, aber noch befindet sich die wiederauferstandene Retrocomputerfirma in der Crowdfunding Phase, und Hardware wird erst Ende des Jahres ausgeliefert. Wenn nichts schiefgeht.
Dänemark, eins der Länder mit dem höchsten Digitalisierungsgrad, hat beschlossen, Microsoft durch Open Source zu ersetzen. In der Regierung und in Behörden. Grund: Unabhängigkeit. Wir wissen natürlich auch, dass Linux und Libre Office super sind, aber in erster Linie will das Land weg vom Softwarekonzern aus Redmond. pic cxlive cc by
Warum sehen Pics, die von einer AI (artificial intelligence) produziert wurden, oft so bescheuert aus wie auf dem Bild oben? Und haben wir immer noch Angst vor Skynet und dem Terminator, einer künstlichen Intelligenz, die sich gegen ihre Schöpfer (uns) wendet und alle Menschen vernichtet? Was hat das alles mit der Gegenwart zu tun, die von Kriegen, Pandemien, Fake News und einer frei drehenden Inflation vergiftet ist? Wir haben Glück: Cory Doctorow, einer der heute führenden US-Intellektuellen, erklärt das alles, in einem Interview im Jacobin Magazin. Ich sags gleich dazu, der Artikel ist lang und voller exakter Formulierungen, also schwer zu lesen. Aber lest ihn.
Ok, Spoiler Alert, ich fasse die sehr klugen Ausführungen Corys zusammen: Wir haben Angst vor (in meinen Worten) einem Weltkrieg, den die Computer irgendwann gegen uns führen werden. Wenn sie dann intelligent und grenzenlos böse geworden sind. Tatsächlich aber, und das begründet Cory sehr ausführlich, hat dieser Weltkrieg schon angefangen. Und wir werden bekämpft durch Algorithmen, also Systeme von Regeln, die sich selbst wichtiger finden als Menschenleben, und die ihre eigene Wichtigkeit und ihre eigenen Interessen tagtäglich auf Kosten von Menschenleben durchsetzen: Konzerne. Und Computer, Software, artificial intelligence, sind nur Werkzeuge in diesem Krieg. Oder Waffen. Künstliche Intelligenz oder artificial intelligence ist dagegen nicht intelligent, sondern nur eine neue Form von Suchmaschinen. Die nur nachplappern kann, aber nicht versteht, was sie da plappert, oder welche Arme und Beine auf dem Bild wem gehören.
Ich muss an dieser Stelle nochmal erklären, dass die allgemeine Annahme „wir leben im Kapitalismus“ bereits Propaganda darstellt. Was wir alle wollen, ist freie Wirtschaft. Jeder soll das machen, was er oder sie am besten kann, und dabei Regeln einhalten, um anderen nicht zu schaden. Kapitalismus dagegen ist „die Herrschaft des Kapitals“, also der massive Einfluss von grossen Geldmengen auf die Wirtschaft und Gesellschaft. Und das ist nicht dasselbe. Kapitalismus wird uns verkauft als Garant von Freiheit und Demokratie. Das Gegenteil ist der Fall: Kein Unternehmen (von den sehr wenigen Genossenschaften abgesehen) ist demokratisch aufgebaut, immer entscheiden diejenigen, die das meiste Finanzpotential mitgebracht haben. Finanzieller Inzest. Kapitalismus ist, streng genommen, eine parasitäre Form von „freie Wirtschaft“. Und demokratiefeindlich, wie wir an kapitalistischen Diktaturen wie Russland und China sehen können.
Deswegen wird das Internet immer beschissener. Weil es von einem Oligopol, einer Handvoll multinationaler Konzerne aufgekauft wurde. Alphabet/Google, Meta/Facebook, Amazon, Microsoft, Apple. Die ständig zusammenarbeiten und wettbewerbsrechtlich illegale Absprachen treffen, um immer noch mehr Geld aus der (menschlichen) Bevölkerung dieses Planeten zu pressen. Weil es diesen Konzernen nicht um Produkte geht, die irgend jemandem irgend etwas nützen, sondern nur um Profitmaximierung. Wenn ein Konzern den Pfad übersteigerter Gewinnerwartungen verlässt, wird er von den anderen aufgefressen.
Was können wir tun, um „unser“ Internet zu behalten? Wir müssen uns darüber im klaren sein, dass „das Internet“ heute zum grossen Teil aus Konzerninteressen besteht. Die das Gegenteil unser eigenen Interessen darstellen. Zum Glück gibt es noch einige wenige nichtkommerzielle Teile des Internet. Sowas wie das Fediverse, eine Population von Open-Source-Plattformen. Sowas wie Mastodon. Oder Peertube. Und viele andere. Das ist dann ohne Konzerne, ohne Weltkrieg gegen die Menschheit, ohne Enshittification, wie Cory es nennt. Tolles Wort, Cory, danke auch dafür.
Um diesen Dschungel zu durchqueren, hab ich inzwischen rund einen Arbeitstag verpulvert. Ich fühl mich schon fast wie Kara Ben Nemsi im Wilden Westen. Und das ging so: Wie ihr wisst, hab ich Ende Juno beschlossen, das alte WordPress-Theme meines kleinen Blogs von 2008 durch ein neueres zu ersetzen, das dann von Automattic, dem WordPress-Entwickler, auch weiter unterstützt wird. Das waren schon mal ein paar Stunden vergleichen, rumklicken und rausfinden, was sich mit der neuen Generation Themen machen lässt. Schliesslich hat mir Capoverso gut gefallen, die Farben sind da hübsch. Winziges Problem: Das Thema hat kein Menü auf Mobilgeräten. Das bedeutet, das Impressum lässt sich nicht aufrufen. Zufällig Hereinsurfende wissen also nicht, wer das macht und warum. Oh nee. Also gestern ein anderes, das zwar auch gut aussieht, dafür aber weder Hashtags noch sonst irgendwas unter den Beiträgen anzeigt. Auch nicht. Also doch das Colinear-Theme und ausführliches Schrauben, bis es so aussieht wie jetzt. Klar geht alles noch eine Nummer intensiver, mit einem selbstgehosteten WP-Blog hätte ich noch mehr Möglichkeiten, würde dafür aber noch mehr Zeit verballern. Irgendwas ist immer, nee? Wie findet ihr, dass 11k2 inzwischen aussieht?
Das zentrale Hindernis für die Energiewende – die wir dringend beschleunigen müssen, wenn nicht Teile unseres Planeten in einigen Jahren unbewohnbar werden sollen – ist die Speicherung des regenerativ erzeugten Stroms. Bisher setzt man da vor allem auf Lithium-Ionen-Akkus, die aber teuer sind und nur langsam aufladen. Natürlich wird nach neuen Technologien geforscht, jetzt hat ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen die Entwicklung eines Aluminium-Schwefel-Akkus vorgestellt. Die Elektroden sind dabei aus Aluminium und Schwefel, zwei sehr verbreitete und damit preisgünstige Baustoffe, der Elektrolyt ist ein geschmolzenes, etwa 110° C heisses Salz. Diese Elektrolytkammer ist nicht gross, kann gut isoliert werden und verbraucht damit kaum Energie. Der grosse Vorteil dieser Technik ist, dass damit schnell-ladende Batterien aus umweltverträglichen Stoffen sehr billig hergestellt werden können. Ab hier sollte es keine Argumente gegen die Umstellung auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge – und Haushalte – mehr geben. nature via ars technica, pic andreas160578 cc0
Die Entwickler des Firefox-Browsers, Mozilla, haben eine neue Sicherheitsvorrichtung in die nächste Version des beliebten Browsers eingebaut: Total Cookie Protection. Bisher nämlich speichern alle Browser alle Cookies (kleine Textdateien, die von der Webseite an den Browser geschickt werden), im selben Ordner. Deswegen können andere Webseiten sehen, welche Webseiten du bereits besucht hast, und daraus ein Profil von dir gewinnen. Das bedeutet: Eine Webseite kann dir noch persönlichere Werbung anzeigen, nicht nur für Zahnpasta oder Freizeitbekleidung, sondern auch für manipulierende politische Propaganda, die direkt auf deine Ängste und Schwächen abzielt. Damit ist jetzt Schluss, weil Firefox in Zukunft die Cookies jeder einzelnen Webseite in einen eigenen Ordner legt. Das ist ein grosser Schritt hin zu mehr Sicherheit im Internet, und zusammen mit den bereits integrierten Sicherheits-massnahmen macht das den Browser zum sichersten seiner Art, und weit besser für deine Privatsphäre und deine Manipulierbarkeit als Chrome (von Google), Edge (von Microsoft) oder Safari (von Apple), die allesamt dein Verhalten im Internet ausspähen und auswerten, um dich damit wirtschaftlich verwertbar zu machen. Ich habe übrigens zusätzlich auf allen Geräten Firefox so eingestellt, dass er beim Beenden alle Cookies löscht, so dass ich zwar bei jedem neuen Besuch von zB Youtube auf „Ja, ok“ oder „Nein, danke, keine Cookies“ klicken muss, dafür aber als neuer Besucher ohne persönliche Vorlieben erscheine.
Im Sommer ’12 hab ich zum ersten Mal Linux installiert, Ubuntu im Dual Boot (also parallel zur vorhandenen Windows Installation), und hab das seither mit all meinen Rechnern gemacht, Desktop und Notebook. Warum? Weil mir Windows zu fehler-anfällig und unsicher war. Ok, Windows 10 ist mittlerweile ziemlich stabil und für Gaming gut zu gebrauchen, aber in das wilde Internet möchte ich nicht mehr hinein surfen, mit einem Betriebssystem, das für Fernwartung gebaut ist. Tatsächlich hat Linux auch seine Macken: Es gibt nicht für jede beliebige Hardware vernünftige Treiber, und die Softwarepalette ausserhalb von Internet/Produktivität ist überschau-bar. Wobei mir auf der Arbeitspartition die Auswahl Firefox, Thunderbird, Libre Office und Gimp völlig genügt. Und wenn es mal ein Problem gibt, ist die Kommandozeile in Linux sowohl mächtiger als auch sicherer als in Windows. Ich denke mal, ich werde das weiter so halten: Ein hübsches, einfach zu benutzendes Ubuntu plus irgendein dualgebootetes Windows für die Spielsachen. Hier, probiert es selber aus.
Die beiden wichtigsten Computerfunktionen in ein separates Keyboard gepackt. Stack Overflow brachte das als Aprilscherz, aber die Nachfrage war so gross, dass es das Ding jetzt bei Drop für 29 USD zu kaufen gibt. Zugreifen. via slashdot
Brandon Withrow ist Informatiker und glühender Simpsons-Fan. Deshalb hat er mit Hilfe eines Raspberry Pi Zero Minicomputers und eines 3D-Druckers ein Simpson-TV hergestellt, das die ersten 11 Staffeln enthält und nach dem Einschalten die Folgen in zufälliger Reihenfolge abspielt. Ein Genie, diese Brandon. Hier auf Reddit hat er ein Video.
Vor vier Wochen fing alles an. Plötzlich wollte mein Desktop-PC, Kommunikationszentrale, Tor zur Welt, Archiv meiner Aktivitäten und Unterhaltungsmultitalent beim Starten kein Bild mehr zeigen. Oh, dachte ich. Am Kabel rütteln hilft, dann sollte ich wohl mal das VGA-Kabel aus dem späten 16. Jahrhundert gegen ein modernes HDMI tauschen. Aber wir haben ja grade Corona, und man kann nicht so einfach in den Laden gehen und was holen. Also Bestellen und Postweg. Dauert auch nur wenige Tage. Fast forward: „Das Blutbad im PC-Gehäuse“ weiterlesen →
Auf dem Mobiltelefon hab ich den Signal Messenger schon seit ein paar Jahren (Edward Snowden: „Verwende alles von Open Whisper Systems“). Heute hab ich die Desktop-Version auf meinem Linux-Rechner (gibts auch für Windows und Mac) installiert und mit dem Smartphone synchronisiert. Alter, ist das einfach. War in einer Minute passiert. Und trotzdem extrem stark verschlüsselt. Warum sind Microsoft Produkte nicht so? Das muss Gründe haben. Ich finde, ihr solltet Signal benutzen.
Mit einiger Chance stehen inzwischen auch in deiner Stadt E-Scooter auf dem Gehweg herum, die man per App für teures Geld mieten kann. Bis sie kaputt sind und von irgendeinem einfach gestrickten Mitmenschen in einen nahen Fluss oder Kanal geworfen werden (Keine gute Idee). Andererseits gibt es Deponien für defekte E-Scooter, wo man so was mit etwas Glück kaufen kann, und ganz Unverfrorene, die solche Gefährte einfach mitnehmen und umbauen. „Wie man kommerzielle E-Scooter stiehlt und für selber behält“ weiterlesen →
Wer? Eine Sicke ist der Rand eines Lautsprechers, also des laut sprechenden Bauteils in einer Lautsprecherbox. Der Teil zwischen dem (bei Tieftönern/Bässen) papierenen flachen Kegel, der Membran, und dem Blech- oder Aluminiumkorb, der das ganze zusammen hält und an dem der Magnet befestigt ist. Da, wo die ganze Vor-und-zurück-Bewegung stattfindet. Bei Lautsprechern für Gitarrenboxen oder Beschallungsanlagen ist dieser Sickenrand aus behandeltem, festen Papier. Kleine Tieftöner wie auf den Bilder hier haben meistens eine Sicke aus Schaumstoff. Die ist nicht nur günstig in der Herstellung sondern auch weich und beweglich. Nachteil: „Wenn die Sicke stirbt“ weiterlesen →
Schöner Erklärbärartikel auf thetoolsweneed: Was tu ich, um weniger Spuren im Internet zu hinterlassen, damit nicht jeder Dorfpolizist und/oder Marketingfuzzy auf einfachen Mausklick hin weiss, was ich den ganzen Tag so online mache. tl;dr: Firefox, Privacy Badger, HTTPS Everywhere, uBlock Origin, CanvasBlocker plus noch ein paar wirklich nützliche Add-Ons. Und DuckDuckGo oder Startpage als Suchmaschine. Und DNS ändern. Hier ist der ausführliche Text. pic: der rote panda a.k.a. firefox cc0
Die Hälfte des gesamten Internettraffic, also alle Klicks und Aufrufe, ist nicht erst seit diesem Jahr nicht von Menschen verursacht. Sondern von Maschinen, oder Bots, oder kleinen Programmen, die so tun, als wären sie Menschen, die etwas ansehen, auf etwas klicken oder auch etwas kommentieren. Das verzerrt nicht nur unsere Weltwirtschaft, allem voran die Werbe- und Medienindustrie, sondern auch unsere Demokratie. Welche Reaktion ist noch echt, welche Meinungsäusserung stammt von einem Programm? Die Horrorvorstellung von Skynet und Wintermute, künstliche Intelligenzen, die im Hintergrund alle Fäden ziehen, ist heute schon Realität. Mit dem einen Unterschied, dass die Maschinenwelt nicht intelligent, sondern strohdumm ist, und nicht mehr auf Umweltreize reagieren können als einzelligen Algen. Wir wissen trotzdem nicht, wohin das alles führen wird, Nur, dass sich derzeit niemand um die Situation kümmert ausser einer Handvoll Securityspezialisten. Und die allein werden die Welt nicht retten können, vor den einzelligen Nichtpersonen des Netzzeitalters. intelligencer, nytimes, das bild ist aus dem film i, robot, 20th C Fox
Das Jahresendkonsumrauschfest (strukturkonservativ: Weihnachten) kann kommen. Welche potentiellen Geschenke aus dem Elektronikfachhandel nämlich nicht so hacker- und überwachungsfreundlich sind, sondern tendenziell eher auf der Seite der Konsumenten (wertkonservativ: wir) ausgepackt werden, hat Firefox-Entwickler Mozilla für uns getestet. Manche Gadgets und Stromspielsachen lassen uns nämlich in Ruhe (was sie auch sollen), andere plappern alles an ihre Hersteller weiter, oder sind so schlecht gesichert, dass chinesische Scriptkiddies unsere Daten festplattenweise auf den örtlichen Flohmarkt schleppen könnten. Zu den guten Spielsachen gehören die Nintendo Switch (siehe Pic), die Sony PS4, Philips Hue LEDs-Lichter, das Apple iPad (aber nicht die AirPod Earplugs), die meisten Fitbit-Produkte. Mehr im Babadook-Lager finden sich Toys wie die Nest Security Kameras, das Amazon Fire Tablet und billige Drohnen wie DJI Spark, Parrot Bebop 2, Sky Viper Journey. Sowas vermeidet man besser. Die ganze, übersichtliche Liste ist hier: privacynotincluded
Alle paar Jahre muss so ein PC neu installiert werden, finde ich. Entweder, weil die Hardware erneuert wurde (bei mir letztesmal vor 2 Jahren), oder weil, wie neulich, irgendeine Installation einen Legacy-Treiber im Windows auf meiner Game-Partition zerschossen hat. Der sich auch nicht reparieren liess. Na gut, dann eben tschüss unlizenziertes Windows 7 (kann man immer noch bei Microsoft runterladen und unregistriert benutzen) und her mit einem Windows 8.1 per Ebay. Nein, kein Windows 10. Das ist mir zu neugierig und selbstherrlich. Selbst wenn du alle Schnüffelaktionen ausschaltest, gehen trotzdem Infos von deinem Rechner zum Todesstern nach Redmond, WA, und das nächste Update stellt wieder Edge als Standard-Browser ein. Nein danke, so unverschämt ist nicht mal Apple. „Warum Windows verboten werden sollte“ weiterlesen →
„Creator“ (Schöpfer) heisst sehr passend ein Restaurant, das gerade in San Francisco öffnet. Obwohl darin noch Menschen arbeiten, etwa um die Bestellung aufzunehmen, werden die Burger direkt und nach den Wünschen der Kunden zubereitet – von einer automatisierten Burger-Produktions-Anlage. Ein Burger-Bot. Der so billig produziert, das die Fleischbrötchen für 6 USD verkauft werden können (in San Fran!) und die Angestellten trotzdem 16 pro Stunde bekommen. Wir sehen: „Die Robo-Burger-Kalypse hat begonnen“ weiterlesen →
Vor allem Wände. Sobald ein Wlan, zwei Nägel und eine Steckdose vorhanden sind. Wir verdanken diese geniale Idee dem italienischen Architekten Carlo Ratti, der mit dem Wände-Bemal-Bot endlich jede Wand zum Bildschirm erklärt hat. Scribit bringt mit gerade mal 20 cm Durchmesser vier Stifte mit und hangelt sich an zwei Schnüren präzise an der Wand lang, um das gewünschte Bild in der gewünschten, skalierten Grösse auf den Putz zu bringen. Der Preis für den Robo-Plotter aus Turin steht noch nicht fest. Unten das Video. „Scribit bemalt Tisch und Wände“ weiterlesen →
Eine Gruppe von Computerexperten der Firma Checkmarx („Hacker“ wäre hier falsch, weil nichts gehackt wurde), nutzte die Anpassungsmöglichkeiten des Internetmikrofonlautsprechers um ein Verhalten einzustellen, das wie der Beginn einen Horror-SciFi-Movies klingt: Die White Hats schrieben eine App (bei Amazon heisst das „Skill“) für Alexa, die das Gerät nach einer Benutzung weiterlaufen liess, ohne dass dies für die Besitzer erkennbar wäre. Die App lieferte dann Mitschriften von allem ab, was in Alexas Hörweite gesprochen wurde. Nachdem Checkmarx das Problem an Amazon gemeldet hatte, versprach der Hersteller, die Sicherheitslücke zu schliessen. Dann warten wir mal auf die nächste Meldung dieser Art. Smart Home Devices mit integriertem Mikrofon und von verschiedenen Herstellern gibt es heute ja zur Genüge. via wired, das pic zeigt das kleinste Alexa-fähige Amazon-Gerät beim Belauschen von Kindern und Haustieren.
Auffallend minimalistische YouTube-Suchmaschine von Madeline Cameron. Nur ein Suchfenster, keine Vorschläge, keine Kommentare. Eigentlich genau das, was wir alle wollen, also bin ich gespannt, wielange es dauert bis der weisse Riese die Tube blockiert. Tube via boingboing
Der Schöne Neue Einkaufswagen vom StartUp Robomart kommt auf Antippen der Smartphone-App vor dein Haus gerollt. Weil der kürzlich bejubelte Amazon Go Cypersupermarkt ja noch die im Namen angedeutete Schwäche hat: Man muss selber hingehen. Mit dem Robomart soll auch das wegfallen. Ebenso wir die letzten kleinen Läden in Geh-Reichweite, oder die anderen, weniger schicken Supermärkte. Die dann alle schliessen, weil sie noch menschliche Mitarbeiter beschäftigen statt billiger Roboter. Nicht wahr, das waren noch Zeiten, als man die Robokalypse mit Arnold Schwartzenegger und einem Kofferraum voller Waffen in den Griff bekam. So einfach wird es leider nicht. Statt dessen bekommen wir Robots, die sämtliche einfachen Jobs erledigen (so dass die Hälfte aller Menschen keinen Job mehr hat) und einer Handvoll Konzerne gehören, die ihre Gewinne in Steueroasen parken. Vielleicht lassen sie uns dann wenigstens an Hunger Games teilnehmen. Vielleicht wird da ja alles gar nicht so dystopisch wie es heute aussieht. techcrunch
Der US-amerikanische Hi-Tech-Konzern Tesla hat einen Vertrag mit der Regionalregierung von Südaustralien unterzeichnet, wonach die Firma innerhalb der nächsten 4 Jahre 50.000 Häuser jeweils mit 5 KW Solardächern und 13.5 kWh Tesla Powerwall 2 ausstatten wird. Auf Firmenkosten. Der Strom wird anschliessend an die Bewohner verkauft, davon wird die Investition finanziert. „Australien: 50.000 neue Tesla-Dächer“ weiterlesen →
Die erste Welle an Bugfixes und Patches zu den extremen Sicherheitslücken in modernen Computerprozessoren – Stichworte Meltdown, Spectre – ist raus. Wie man vor wenigen aus der unabhängigen Presse erfahren musste (vor allem aus dem britischen Register), hatte vor allem Prozessormarktführer Intel, und in einem geringeren Umfang auch die anderen Halbleiterimperien (AMD, Nvidia, ARM) elementare Sicherheitsbedenken beiseite gewischt, damit die Chips schneller laufen. Die Löcher im Zaun waren über ein halbes Jahr lang unbewacht, Daten von fast allen PCs und Servern konnten mit überschaubarem Aufwand gestohlen werden. „Meltdown und Spectre: Alles wird noch schlimmer“ weiterlesen →